Fotos aus Brasilien 3
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Still alive, ein bisschen Weihnachtsstimmung und viel Regen

Auch wenn ich lange nichts mehr im Blog geschrieben habe: ich lebe immer noch.

Aber mittlerweile ist alles Routine und da passiert nicht so viel Neues. Ein paar Dinge sind aber doch vielleicht ganz interessant, obwohl ich glaube, dass das, was ich schreiben werde, nur etwa die Hälfte der Dinge ist, die ich eigentlich erzählen wollte.


Zuerst zum Projekt:
Obwohl am Mittwoch mein Sprachkurs zu Ende gegangen ist, muss ich nicht viel eher arbeiten. Arbeitsbeginn ist jetzt um 12:00 Uhr, das heißt, dass ich den Bus zum Terminal, der fast direkt vor meiner Haustür hält, gegen 11 Uhr nehmen muss. Da man nie weiß, wann der Bus denn nun genau kommt, da die Haltestellen keine Pläne haben, sondern nur bekannt ist, wann der Bus ungefähr von seinem Ausgangspunkt losfährt und man den Rest selber berechnen muss, gehe ich morgens um 10:45 Uhr aus dem Haus. Da kann man schon echt lange schlafen.

Im Projekt angekommen, gibt es Mittagessen. Danach eine Ruhepause. Anschließend wird bis 18 Uhr mit den Kindern gespielt, unterhalten, Blödsinn gemacht, gelernt usw.

In der letzten Zeit haben Julian (der andere Deutsche, mit dem ich im Projekt zusammen arbeite) und ich einige Schränke und Schubladen repariert. Außerdem habe ich zusammen mit 3 älteren Jungs angefangen den Rasen zu mähen. Aber nicht mit einem „normalen“ Rasenmäher zum Schieben o.ä., wovon ich fälschlicherweise angesichts der Größe der Grünfläche ausgegangen war, sondern mit einer Motorsense (im Internet hab ich auch noch „Freischneider“ als Bezeichnung gefunden; jedenfalls die Rasenmäher mit einem Plastikfaden am Ende, mit dem man normalerweise nur die Kanten macht; hier ist eine kleine Klinge drunter). Daher dauert das natürlich lange.

Im Moment wird das Projekt etwas umstrukturiert: Auf dem Grundstück, auf dem sich das Projekt befindet, sind auf der anderen Seite eines kleinen „Tals“ ein großes Gemeinschaftshaus und zwei Wohnhäuser (hier leben 2 Leiterinnen drin) errichtet worden. Ein weiteres Haus für mehr Kinder befindet sich noch im Bau. Die älteren Jungs sind übergangsweise erst mal in das Gemeinschaftshaus gezogen, bis das andere Haus fertiggestellt ist. Anschließend ziehen sie dort ein. In das freigewordene Haus werden nach Weihnachten die 5 Mädchen ziehen, die im Moment noch in dem Haus in Vitória wohnen, mit dem das Projekt angefangen hat.
Für uns alle bedeutete das in den letzten Tagen: Betten demontieren, auf die andere Seite tragen und dort wieder aufbauen. Aber jetzt ist der Umzug größtenteils abgeschlossen.

In der letzten Woche wurde alles weihnachtlich geschmückt: Plastiktannenbäume aufbauen, schmücken (u.a. mit Lichterketten) und alle mögliche Weihnachtsdeko überall verteilen. Auch mehrere Krippen haben wir schon aufgebaut. Da kam dann das erste Mal etwas Weihnachtstimmung auf, aber das in knapp drei Wochen schon Weihnachten ist, glaube ich immer noch nicht so ganz.

Am Mittwoch haben Julian und ich dann noch kurz entschlossen, einen Adventskalender mit deutschen Bonbons gebastelt. Vor allem die Ahoj-Brause Bonbons sind für die Kinder und die Leiterinnen eine echte Herausforderung.


(Kleiner Einschub: Heute ist der letzte Spieltag in der brasilianischen Liga und grade läuft die Schlussphase. Wenn man nach den Rufen und Böllerschüssen geht, liegt Vasco im Moment auf Platz eins und hätte sich im letzten Moment die Meisterschaft gesichert.

Böller werden hier übrigens bei jedem Tor in jedem Spiel gezündet und je mehr Fans eines Teams in der näheren Umgebung leben, desto lauter wird es dann. )


Mal ein paar Sätze zum Wetter:

In den ersten Tagen war es hier echt schön, aber seit zwei Wochen fühlt man sich als Paderborner doch echt heimisch: Es regnet viel, mindestens mehrmals täglich und manchmal auch den ganzen lieben langen Tag. Der Unterschied zu Paderborn ist aber, dass es hier dennoch mindestens 20 Grad sind.


Sonstiges:

Vor anderthalb Wochen sind wir mit unserer Sprachkurslehrerin im örtlichen Theater gewesen. Dort hat das Kammerorchester Frankfurt ein kleines Konzert für einigen Schulklassen (Eine von denen kam erst nach der zweiten Zugabe. Da hat das Orchester dann noch ein Stück gespielt.) mit ein paar Stücken europäischer Komponisten gegeben. Als die Werke (u.a. von Bach, Vivaldi und Mendelssohn) erklangen, fühlte ich mich in ein Schulkonzert in der Paderhalle versetzt.


Heute werden wir endlich unser (Ich weiß nicht mehr, ob ich es schon erwähnt habe, aber schlafe mit den beiden Gastbrüdern in einem Zimmer. Von daher: uns und wir.) Zimmer wieder herrichten. Seit zweieinhalb Wochen schlafen wir auf den Matrazen auf dem Boden: mal im Zimmer, mal im Wohnzimmer, abhängig davon, in welchem Raum weniger Baumaterialien gelagert werden bzw. in welchem die Wände nicht frisch verspachtelt oder gestrichen sind. Wir bekommen nämlich eine Klimaanlage, so dass der Sommer aushaltbar wird.


Das soll es dann auch erstmal gewesen sein. Alles was ich heute vergessen habe und mir wieder einfallen sollte, kommt beim nächsten Mal. Ich freue mich über Rückmeldungen! Ich werde selbstverständlich antworten


Viele liebe Grüße aus Brasilien und einen schönen zweiten Advent!



Nachtrag: Jetzt ist draußen die Hölle los. Die Lautstärke kommt fast an Silvester heran.. Die Spiele sind zu Ende und Vasco ist doch nicht Meister, sondern Corinthians.



PS: neue Bilder kommen spätestens am Wochenende. Es lohnt sich also noch einmal vorbei zu ´schauen.

 

PPS: der Text ist von Sonntag, aber ich wollte ihn nicht wieder ganz umschreiben.

7.12.11 01:49
 


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