Fotos aus Brasilien 3
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren


http://myblog.de/simon-em-brasil

Gratis bloggen bei
myblog.de





Meine letzten Wochen

17.1.-31.1. Und die Sonne brannte 12 Tage

Das ist die (fast) perfekte Zusammenfassung meines Urlaubs mit meiner Gastfamilie in Guarapari. Guarapari liegt ca. 50 km südlich von Vitória und soll einige der schönsten Strände Brasiliens haben.

Am Montagabend, bevor wir gefahren sind, mussten Renan und ich erst einmal Kartons besorgen, damit meine Gastmutter alle Dinge, das bedeutet Küchengeräte, Bettzeugs usw., einpacken konnte, denn – wie ich vor Ort erfahren habe – hatten meine Gasteltern eine Wohnung angemietet, die normalerweise ganz normal bewohnt wird. Die Besitzerfamilie war selber im Urlaub und hatte alle zum Leben notwendigen Dinge mitgenommen, u.a. auch viele Küchengeräte.

Dort angekommen haben wir uns erst mal in der Wohnung eingerichtet. Ich habe mit meinen beiden Gastbrüdern im Wohnzimmer auf Matratzen geschlafen. ( http://www.bilder-speicher.de/12020403803743/foto/img1117.html )

Der normale Tagesablauf für mich war: gegen 12 Uhr aufstehen, dann Mittagessen, anschließend zum Strand. Abends dann Karten spielen oder auf der Strandpromenade spazieren ( http://www.bilder-speicher.de/12020403955785/foto/img1072.html ). Natürlich wurde auch Eis gegessen.

Ab und zu haben wir dann auch noch etwas unternommen: z.B. sind wir einmal zu einem Ort namens „Drei Strände“ gefahren. Der Name ist hier Programm: 3 wirklich sehr schöne Strände direkt neben einander; etwas abgelegen; kaum Wellen, weil die drei Strände in eine Bucht liegen; warmes, klares Wasser. Ein Traum.

Unter anderem haben wir in der Zeit auch den Geburtstag von Ricardinho mit einem Grillen am Strand gefeiert.

Ein anderes Mal haben wir die „Kirmes“ an der Strandpromenade besucht und dort ein altes deutsches Fahrgeschäft entdeckt: http://www.bilder-speicher.de/12020403803743/foto/img1117.html

Zusammenfassung: Schlafen, Strand, ganz viel Sonne, wenige Aktivitäten = perfekter Urlaub!



7.2.-14.2. Zwischenseminar in Salvador

Nach meinem Urlaub habe ich drei Tage gearbeitet, bevor es dann nach Salvador da Bahia ging.

Dort hatte ich ein 7-tägiges Zwischenseminar mit anderen deutschen Freiwilligen. Wir hatten dort Zeit zum Nachdenken, Reflektieren, zum Austausch mit den anderen Freiwilligen, Pläne schmieden und und und.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Zwischenseminar eine gute Zeit war, um einmal aus der gewohnten Umgebung heraus zu kommen und mit Anleitung die Zeit zu reflektieren.

Am Samstag haben wir dann ein Projekt im Zentrum von Salvador besucht, dass Obdachlosen hilft, sich bei den Behörden zurecht zu finden und ihre Ansprüche geltend zu machen. Das Projekt hilft also nicht mit Unterkünften oder Arbeit, sondern unterstützt die Menschen bei Behördengängen oder bei der Arbeitssuche. ( http://www.bilder-speicher.de/12041309195330.gratis-foto-hosting-page.html )



15.2.-25.2. Karneval in Salvador

Während des Seminars haben wir (Julian und ich) Valerie kennen gelernt: eine deutsche Freiwillige, die in Salvador wohnt. Sie hat sich bereit erklärt, uns für die Tage nach dem Zwischenseminar bei sich aufzunehmen und hat uns damit erspart, viel Geld für eine andere Unterkunft während der Karnevalstage bezahlen zu müssen.

Karneval in Salvador geht über 6 Tage und ist vollkommen anders als in Deutschland.
Der größte Unterschied ist, dass sich die Leute nur in den seltensten Fällen verkleiden. Auch sind viel, viel mehr Menschen auf den Straßen (der Karneval in Salvador ist der größte Straßenkarneval der Welt).

Die Karnevalsumzüge sind auch anders: es gibt hier keine Themenwagen, sondern Musikgruppenwagen, d.h. Das sind LKWs deren Auflieger quasi nur aus Boxen besteht. (Wikipedia: Trio Eletricos sind im modernen Karneval überdimensionierte Sattelschleppern mit Umkleidekabinen, Bars und einer großen Bühne. Außerdem besitzen sie große Musikanlagen mit einer Leistung von bis zu 100.000 Watt. Heute werden die Trio Elétricos von den verschiedenen Künstlern und Bands genutzt, die in einer großen Parade durch die Stadt und durch die Viertel Barra, Ondina und Campo Grande ziehen und denen eine große Anhängerschaft folgt. Während die Wagen eine Art fahrende Bühne für Künstler, Schauspieler, Tänzer und prominente Personen sind, läuft das einfache Volk hinter den Trio Elétricos hinterher.) Dazu gibt es dann die „Blocos“ (auch hier wieder Wikipedia: Die Blocos Afro sind die bekanntesten Karnavalsgruppen des Karnevals in Salvador, welche direkt auf ihre ethnische Herkunft in Westakfrika zurückgehen. Der älteste und traditionsreichste Karnevalsblock ist Ilê Aiyê und besteht etwa aus 3.000 Mitgliedern und zahlreichen Gästen. Andere bekannte Blocos sind Badauê, Filhos de Gandhi, Olodum und Muenza. Insgesamt sind es 227 verschiedene Blocos (16 Afoxés, 41 Afro Blocos, 15 alternative Blocos, 45 Trio Elétrico Blocos, drei Spezielle, zwei indianische Blocos, sieben Kinder Blocos, 17 weitere Gruppen, 33 Perkussions-Blocos, sechs Orchester, 12 Gay-Blocos und 30 unabhängige Blocos). Die Blocos des Karnevals sind musikalische, ästhetische und religiöse Manifestationen. So dienen die sogenannten Puxadas do Ijexá der Ehre der afrobrasilianischen Orixais-Gottheiten. Auch indianische Ursprünge finden ihren Ausdruck bei den Blocos. Die Motive des Straßenkarnevals ändert sich jedes Jahr und sind häufig politische oder gesellschaftliche Persiflagen und Parodien. Im Jahr 1997 besang die Gruppe Olodum, welche über 3.000 Anhängern besitzt in ihrem Samba-Reggae Lied “Mundo Cão“ (Hundewelt) die schwierigen und diskriminierenden Lebensumstände der schwarzen Bevölkerung in Salvador, welches auch als “Roma Negra“, das schwarze Rom, bezeichnet wird. Während die Blocos Afros von der dunkelhäutigen Unterschicht, welche die Mehrheit der Bevölkerung in Salvado da Bahia darstellt, gestellt werden, sind die sogenannten Blocos de Trio der hellhäutigen weißen Oberschicht vorbehalten.)

Normalerweise muss man dafür, dass man bei den Blocos mitgehen darf, viel Geld zahlen, aber es gibt auch Blocos, bei denen man ohne zu bezahlen, mit gehen kann. Einmal haben wir das gemacht und es war wirklich gut, auch wenn es sehr eng und warm war, aber man konnte wirklich nicht, sich nicht zu der Musik bewegen, weil die komplette Masse in Bewegung war.

Man konnte aber auch am Rand stehen, die Wagen und Blocos an sich vorbei ziehen lassen und sich von den riesigen Boxen beschallen lassen. Es gab auch Umzüge und viele andere Veranstaltungen im Pelourinho, dem historischen Stadtkern mit den weltbekannten bunten Häuserfassaden.

Tagsüber und auch meistens nachts waren wir, nachdem wir immer lange geschlafen hatten, im Pelourinho und haben dort eingekauft, uns die Musikgruppen angeschaut oder einfach die freie Zeit genossen.

Am vorletzten Tag habe ich noch ein bisschen Power-Seight-Seeing gemacht, weil ich gerne noch ein paar Sehenswürdigkeiten und andere Stadtteile von der Stadt sehen wollte, als nur den Pelourinho. Also habe ich mich alleine auf den Weg gemacht und mir einige Kirchen und ehemalige Klöster im Pelourinho angeschaut. Anschließend bin ich zum Campo Grande gegangen: ein Park mitten im Stadtzentrum. Es war schwer sich vorstellen, dass noch vor wenigen Tagen der Pelourinho und auch Campo Grande von Hunderttausenden feierwütigen Menschen bevölkert wurden.

Am letzten Tag sind wir mit einem Boot zu einer Insel vor Salvador gefahren und haben dort einen wunderbaren letzten Urlaubstag an einem traumhaften Strand verbracht.

Zusammenfassung: viel Party, viel Schlafen, ein bisschen Seight-Seeing, nette Tage mit netten Leuten und die Erkenntnis, dass jeder einmal Karneval in Salvador miterleben sollte!!!!!!

14.3.12 21:43
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung